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  • 14.12.2017 um 05:45 Uhr

    Bildschirmlicht stört Schlaf

    Heranwachsende, die häufig digitale Medien nutzen, schlafen weniger und schlechter. Forscher sind sich mittlerweile sicher, woran das liegt: an den hell strahlenden Bildschirmen.

    Ob Laptop, Tablet oder Smartphone – elektronische Geräte sind heute für Kinder und Jugendliche in ständiger Reichweite. Kein Wunder, dass viele sie auch abends vor dem Schlafengehen oder sogar im Bett nutzen. Gesund ist das nicht, wie Forscher nun anhand einer Auswertung von 67 Studien bestätigen. Demnach besteht zweifellos ein Zusammenhang zwischen längerer Zeit vor einem Bildschirm und verspäteten Schlafenszeiten, weniger Stunden Schlaf und schlechterer Schlafqualität.

    Blaues Licht elektronischer Geräte besonders schädlich

    Die Hauptursache der Schlafprobleme sehen die Forscher in den leuchtenden Bildschirmen der Geräte. Das kurzwellige blaue Licht, das in tragbarer Elektronik allgegenwärtig ist, unterdrückt nämlich besonders effektiv die Ausschüttung des schlaffördernden Hormons Melatonin. Gerade bei Kindern hat das fatale Konsequenzen, verdeutlicht die Studienautorin Dr. Monique Lebourgeois: „Wir wissen, dass Heranwachsende größere Pupillen haben und ihre Linsen durchlässiger sind, so dass der Einfluss des Bildschirmlichts größer ist als bei älteren Menschen.“

    Zu viel geistige Stimulation stört den Schlaf ebenfalls

    Neben der Bildschirmstrahlung spielt auch die geistige Stimulation durch digitale Medien eine Rolle bei Schlafstörungen: „Ob es sich um gewalttätige Inhalte handelt, ein aufregendes Spiel oder Textnachrichten unter Freunden, all diese Interaktionen erhöhen die geistige Anregung, was wiederum ein Schläfrigwerden verhindern kann“, erklärt Lebourgeois. Zum Abschalten und Müdewerden eignet sich ein Buch deutlich besser – in Papierform statt als E-Book.

    Quelle: Kinderärzte im Netz

    Von: Leonard Olberts
  • 13.12.2017 um 05:45 Uhr

    „Raucherbein“ auf dem Vormarsch

    Auch wenn sie im Volksmund als Raucherbein bekannt ist: Von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind nicht nur Raucher betroffen. Nun wurden die Behandlungsleitlinien aktualisiert.

    Bei einer pAVK verkalken die Beinarterien zunehmend, was die Durchblutung stört. Patienten haben dann Schmerzen beim Gehen und müssen häufig stehen bleiben, weshalb die PAVK auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt ist. „Nach Schätzungen liegt die Zahl der über 40-Jährigen, die an einer pAVK leiden, mittlerweile bei fünf bis zehn Prozent“, berichtet die Kardiologin Dr. Christiane Tiefenbacher. Im Spätstadium droht eine Amputation.

    pAVK betrifft nicht nur die Beine

    Die Entstehung einer pAVK wird durch ähnliche Faktoren begünstigt wie kardiovaskuläre Erkrankungen. Dazu gehören Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. Häufig tritt neben einer pAVK daher eine koronare Herzkrankheit auf. Auch Ablagerungen an der Halsschlagader sind nicht untypisch. Patienten mit einer pAVK haben folglich ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

    Clopidogrel wirksamer als ASS

    Um arteriosklerotische Prozesse aufzuhalten, empfiehlt die europäische Fachgesellschaft der Kardiologen neuerdings vor allem eine Behandlung mit Statinen, einer cholesterinsenkenden Wirkstoffgruppe. Zur Hemmung der Thrombozyten-Verklumpung wird Clopidogrel nun als wirksamer angesehen als ASS. Werden Gerinnungshemmer eingenommen, sollte Clopidogrel allerdings nicht zum Einsatz kommen, da sonst das Blutungsrisiko steigt.

    Stent-Implantation teilweise Bypass-Operation vorzuziehen

    Während bei Behandlungen an der Halsschlagader die Stent-Implantation gegenüber chirurgischen Eingriffen aufgewertet wurde, kann bei stark verkalkten Beinarterien weiterhin eine Bypass-Operation sinnvoll sein. „Die Ergebnisse sind hier besser geworden“, berichtet Tiefenbacher.

    Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

    Von: Leonard Olberts
  • 11.12.2017 um 05:53 Uhr

    Abendessen ohne Kohlenhydrate?

    „Low Carb“ und „No Carb“ liegen im Trend: Vor allem beim Abendessen verzichten mittlerweile viele Abnehmwillige auf kohlenhydratreiche Kost. Doch purzeln ohne Brot und Nudeln tatsächlich über Nacht die Pfunde?

    Kohlenhydrate gelten in vielen angesagten Diäten als Buhmann. Dabei führt in der Ernährung kaum ein Weg an ihnen vorbei, fast jedes Grundnahrungsmittel ist reich an Kohlenhydraten. „Wer darauf verzichtet, der verzichtet gleichzeitig auf lebensnotwendige Nährstoffe, die ebenfalls in kohlenhydratreichen Lebensmitteln enthalten sind“, warnt Wiebke Linnemann, Ernährungsexpertin der KKH.

    Von guten und schlechten Kohlenhydraten

    Das Problem: Viele verarbeitete Produkte unseres täglichen Lebens wie Weißbrot oder Süßigkeiten enthalten sogenannte „leere“ Kohlenhydrate. Diese bestehen aus kurzkettigen Zuckermolekülen und sorgen für ein rapides Ansteigen und Abfallen des Blutzuckerspiegels. Im Anschluss hat man dann schnell wieder Hunger. Anders sieht es bei langkettigen Kohlenhydraten aus: Sie werden langsamer vom Körper verwertet und sättigen dementsprechend länger. Solche gesunden Kohlenhydrate finden sich zum Beispiel in Kartoffeln, ungeschältem Reis oder Haferflocken. Auch Nudeln können durchaus beim Abnehmen helfen – solange die Vollkorn-Variante bevorzugt wird.

    Uhrzeit spielt für das Abnehmen keine Rolle

    Wer abends auf Kohlenhydrate verzichtet, ernährt sich oft auch fettärmer. Denn ohne das Abendbrot entfallen zum Beispiel auch die Butter oder der Wurstbelag. Linnemann stellt klar: „Nicht die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme ist entscheidend, sondern die Summe der Kalorien, die im Laufe des Tages zugeführt werden.“ Eine Mahlzeit ganz ausfallen zu lassen, hält die Expertin sogar für kontraproduktiv: „Wer regelmäßig auf das Abendessen verzichtet, der riskiert früher oder später Heißhungerattacken.“

    Eine Übersicht, wie viele Kalorien in welchen Nährstoffen enthalten sind:

    • Kohlenhydrate: 4,1 kcal pro Gramm
    • Eiweiß: 4,1 kcal pro Gramm
    • Fett: 9,3 kcal pro Gramm


    Quelle: KKH

    Von: Leonard Olberts
  • 09.12.2017 um 05:45 Uhr

    Akne schonend behandeln

    Nur wenige Jugendliche bleiben von Akne verschont. Leiden die Betroffenen sehr unter der Hauterkrankung, bieten sich viele Möglichkeiten zur Behandlung. Ein Überblick, was hilft.

    Akne ist in der Pubertät eher die Regel als die Ausnahme. Die entzündlichen Pickel und Knötchen, die sich im Gesicht und häufig auch im oberen Rumpfbereich bilden, sind medizinisch zwar harmlos und bilden sich für gewöhnlich im Erwachsenenalter zurück. Die psychische Belastung für die Betroffenen ist allerdings gerade bei schweren Verlaufsformen nicht zu unterschätzen. Leiden Sie an Akne, helfen Ihnen die folgenden Ratschläge weiter.

    Die richtige Hautpflege im Alltag

    Bei der Gesichtsreinigung gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr. Muten Sie Ihrer Haut zu viel Pflege zu, verstärken Sie die Akne im schlimmsten Fall. Verwenden Sie Seife zur Reinigung nur sparsam – schonender sind Produkte mit einem niedrigeren, der Haut angepassten ph-Wert von 5,5. Bei Akne gut verträglich sind leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen oder feuchtigkeitsspeichernde Gele. Fettende Mittel verstopfen Ihre Poren hingegen zusätzlich. Wenn Sie Ihr Gesicht übermäßig oft waschen, trocknet die Haut aus und verstärkt dadurch Irritationen.

    Tipp: Positiv für das Selbstbild sind Kosmetika. Gerade Mädchen fühlen sich mit überdeckendem Make-Up häufig wohler. Aber auch Jungen können Puder oder Abdeckstift benutzen.

    Durch Sorgfalt Entzündungen vermeiden

    Besondere Sorgfalt sollten Sie beim Trocken- und Nassrasieren walten lassen: Verletzen Sie Ihre Haut, riskieren Sie weitere Entzündungen sowie unschöne Narben. Die gleichen Risiken ergeben sich beim Ausdrücken von Akne-Pickeln: Das Hautbild bessert sich zwar anfänglich, doch der Eiter kann durch den Druck noch tiefer in die Haut gelangen, die Entzündung verstärken und Vernarbungen nach sich ziehen.

    Tipp: In medizinischen Kosmetikstudios und in Hautarztpraxen besteht die Möglichkeit, Pickel unter hygienischen Bedingungen öffnen zu lassen. Bei einer schweren Akne übernimmt unter Umständen die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlungskosten für Sie.

    Rezeptfreie Mittel gegen Akne

    Gegen leichte bis mittelschwere Akne hilft der Wirkstoff Benzoylperoxid. Er löst verstopfte Poren und wirkt antibakteriell, so dass sich das Hautbild oft innerhalb einiger Wochen bessert. Bei der Anwendung kann es allerdings zu Hautirritationen wie Rötungen und Juckreiz kommen. Neben Benzoylperoxid können Azelain- und Salicylsäure Akne lindern.

    Antibiotika zur Akne-Behandlung

    Ebenfalls wirksam gegen bakterielle Hautentzündungen sind rezeptpflichtige Antibiotika, die Sie entweder auf die Haut auftragen oder als Tabletten einnehmen. Die Behandlung dauert mindestens drei Wochen, Erfolge sieht man häufig erst nach mehreren Monaten. Als Langzeittherapie eignen Antibiotika sich nicht, da die Bakterien mit der Zeit resistent werden gegen den Wirkstoff. Die Tabletten können zudem Nebenwirkungen hervorrufen und sind bei manchen Personen, zum Beispiel Schwangeren, nur mit Einschränkung geeignet.

    Schwere Verlaufsformen in den Griff kriegen

    Leiden Sie unter schwerer Akne, eignen sich Retinoide zum Auftragen oder Einnehmen. Sie hemmen die Talgproduktion der Haut und sind daher besonders wirksam, aber auch reich an möglichen Nebenwirkungen. Bei Schwangeren und stillenden Frauen sind Retinoid-Wirkstoffe kontraindiziert. Eine weitere Option für Mädchen und Frauen stellen Hormonpräparate dar, die zugleich verhütend wirken. Auch hier können sich jedoch Nebenwirkungen einstellen.

    Bestrahlungstherapie bei Akne

    Weniger gut untersucht sind Akne-Behandlungen mit Licht. Zumindest kurzfristig wirksam scheint die Phototherapie zu sein, bei der Ihre Haut unter ärztlicher Aufsicht gezielt mit UV-Licht bestrahlt wird. Ebenfalls möglich ist eine Therapie mit Laser und Blitzlichtlampen.

    Hinweis: Nicht-medizinische Bestrahlung der Haut, zum Beispiel beim ausgiebigen Sonnenbaden oder im Solarium, kann die Haut schädigen und die Akne dadurch verschlimmern.

    Homöopathische Anwendungen zur Akne-Behandlung

    Auch homöopathische Mittel stehen Ihnen bei der Akne-Therapie zur Verfügung, bei Pubertätsakne etwa Junglans regia D 6 Globuli, bei schweren Verlaufsformen Sulfur jodatum D 6 Globuli oder Tabletten. Manche Homöopathen sehen zudem in der Darmflora eine Ursache von Hauterkrankungen, weshalb eine Ernährungsumstellung sowie die Anwendung von Okoubaka D 3 Globuli oder Tabletten helfen könnten. Wissenschaftlich gesichert sind aber weder Zusammenhänge zwischen Akne und der Ernährung noch Behandlungserfolge mit Homöopathika.

    Quellen:
    gesundheitsinformation.de
    Markus Wiesenauer: Aknetherapie mit Homöopathie. PTA heute, März 2016, S. 80-82.

    Von: Leonard Olberts
  • 08.12.2017 um 05:45 Uhr

    Arznei: Achtung bei Nierenschwäche

    Eine unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln geht langfristig an die Nieren – vor allem, wenn bereits eine Nierenschwäche besteht. Was es bei Ibuprofen, ASS & Co zu beachten gilt.

    Nierenschwäche bleibt oft lange unerkannt

    Eine chronische Nierenschwäche verläuft häufig still und leise – bis sich im fortgeschrittenen Stadium Einbußen im Leistungsvermögen sowie übermäßige Wassereinlagerungen (Ödeme) zeigen. Viele Betroffene überfordern ihre Nieren daher, ohne es zu wissen: zum Beispiel durch zu hohe Dosierung von Medikamenten. Da die Nieren mit dem Abbau nicht mehr hinterherkommen, steigt der Wirkstoffspiegel im Körper an, wodurch die Nebenwirkungen der Medikamente zunehmen können.

    Schmerzmittel möglichst niedrig dosieren

    Zu den potenziell nierenschädigenden Medikamenten gehören auch rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS, Diclofenac und Naproxen. Je schlechter die Nierenfunktion, desto geringer sind sie zu dosieren. Die Tablettenstärke sowie Häufigkeit und Dauer der Einnahme sollten vorher mit einem Apotheker, bei einer bekannten Nierenschwäche am besten auch mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Hierbei können zudem Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten ausgeschlossen werden.

    Keine Entwarnung für Nierengesunde

    Auch für rundum gesunde Menschen gilt: Eine zu hohe Dosierung über einen längeren Zeitraum schadet den Nieren. Halten Schmerzen länger als drei Tage an, sollte die Ursache abgeklärt werden, anstatt die Selbstmedikation fortzuführen.

    Weitere Informationen zu Ibuprofen, Diclofenac & Co: Schmerzmittel im Vergleich

    Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

    Von: Leonard Olberts
  • 07.12.2017 um 05:45 Uhr

    Diabetes-Behandlung bei Kindern

    Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes werden heute mit einer Insulinpumpe behandelt. Bislang war jedoch unklar, wie sicher die Pumpentherapie verglichen mit Insulin-Injektionen ist. Eine Studie schafft nun Klarheit.

    Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Die Mehrzahl von ihnen wird mit einer programmierbaren Insulinpumpe behandelt – anstelle von konventionellen Spritzen oder Insulin-Pens. Ihr Vorteil ist, dass sie den Körper über einen kleinen Katheter im Unterhautfettgewebe kontinuierlich mit Insulin versorgt. „Die Insulinzufuhr kann mit der Insulinpumpe insbesondere bei jungen Kindern besser verteilt und gesteuert werden als mit mehrfach täglichen Injektionen“, weiß Dr. Beate Karges von der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

    Weniger Über- und Unterzuckerungen mit Insulinpumpe

    Bislang herrschte jedoch Unklarheit darüber, wie häufig es im Rahmen einer Pumpentherapie zu Überzuckerungen, Unterzuckerungen oder einer unerwünschten Gewichtszunahme kommt. In einer großangelegten Studie an Diabeteszentren in Deutschland, Österreich und Luxemburg wurden daher Pumpenpatienten mit Spritzenpatienten im Kindes- und Jugendalter verglichen. Es zeigte sich: Kinder und Jugendliche mit einer Insulinpumpe erlitten seltener schwere Unterzuckerungen und Überzuckerungen, verglichen mit Spritzenpatienten kontrollierten sie zudem ihren Blutzucker häufiger und benötigten insgesamt weniger Insulin. Beim Gewicht zeigte sich in beiden Gruppen kein Unterschied.

    Fast alle Patienten bleiben bei der Pumpentherapie

    Dr. Reinhard Holl, neben Karges einer der Studienautoren, zieht ein positives Fazit aus den Ergebnissen: „Die Insulinpumpe ist eine sichere Behandlungsform, die der Mehrzahl der Patienten eine verbesserte Stoffwechseleinstellung, vermehrte Flexibilität und damit Lebensqualität verschafft.“ Die Jugendlichen selber scheinen von der Pumpentherapie ebenfalls überzeugt zu sein: Auch wenn sie kontinuierlich am Körper getragen werden muss, halten über 95 Prozent der Jugendlichen mit Diabetes langfristig an der Insulinpumpe fest.

    Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

    Von: Leonard Olberts
  • 06.12.2017 um 05:45 Uhr

    Risiko im Winter: Trockene Augen

    Brennen, Rötung und das Gefühl, etwas im Auge zu haben: Das auch als „trockenes Auge“ bekannte Sicca-Syndrom zeigt sich in einer Reihe unangenehmer Symptome. Wie Betroffene sich verhalten sollten.

    Beim Sicca-Syndrom kommt es zu einer verminderten Tränenbildung oder einer verstärkten Verdunstung des Tränenfilms. Eine solche Benetzungsstörung sollten Betroffene nicht auf die leichte Schulter nehmen, erklärt Dr. Utta Petzold von der Barmer: „Der Tränenfilm enthält neben befeuchtenden und glättenden beispielsweise auch keimtötende Substanzen, die das Auge schützen. Ist die Tränenmenge reduziert, ist auch der Schutz vermindert und das Risiko für chronische Binde- und Hornhautentzündungen steigt an.“

    Viele Ursachen kommen für trockene Augen in Frage

    Verschiedene Ursachen wie Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes), die Einnahme von Medikamenten oder hormonelle Veränderungen kommen für das Sicca-Syndrom in Frage. Gewissheit bringt nur ein Besuch beim Augenarzt. Zusätzlichen Schaden richten Umweltbelastungen wie Staub sowie andauerndes Starren auf einen Bildschirm an – letzteres ist der Grund, warum man bei trockenen Augen auch vom „Office-Eye“ oder „Gamer-Eye“ spricht. Im Winter kommt durch die trockene Luft und das zusätzlich austrocknende Heizen eine weitere Belastung für die Augen hinzu.

    Künstliche Tränen befeuchten die Augen

    Therapiert wird das Sicca-Syndrom üblicherweise mit sogenannten künstlichen Tränen, die in Form von Gelen oder Tropfen die Augenoberfläche befeuchten und dadurch Horn- und Bindehaut vor dem Austrocknen bewahren. „In manchen Fällen sind Tropfen notwendig, die auch antientzündlich wirken“, ergänzt Petzold. „Welches Präparat letztendlich geeignet ist, kann nur der Augenarzt entscheiden.“ Günstig wirken sich zusätzlich aus:

    • ausreichend Schlaf
    • häufige Pausen bei der Bildschirmarbeit
    • bewusstes Blinzeln
    • Luftbefeuchter und Grünpflanzen für ein besseres Raumklima
    • nicht übermäßig heizen
    • gut verträgliche Kosmetika bei Frauen


    Quelle: Barmer

    Von: Leonard Olberts
  • 05.12.2017 um 05:46 Uhr

    Studie: Karies ist nicht erblich

    Karies ist vor allem bei Kindern ein Problem. Unklar blieb bislang, welche Rolle die Gene bei der Zahnfäule spielen. Eine neue Studie liefert nun Antworten.

    Zucker und Milchgebiss: eine denkbar ungünstige Kombination. Denn vor dem Zahnwechsel weisen Kinderzähne nur einen halb so dicken Zahnschmelz auf wie danach. Ein leichtes Ziel also für Bakterien, die sich von Zucker ernähren. „Wir müssen regelmäßig Kleinkinder in Vollnarkose behandeln, um ihr Gebiss zu sanieren“, beklagt der Münchner Kinderzahnmediziner Jan Kühnisch.

    Rolle der Gene nimmt im Laufe der Kindheit stark ab

    Bislang blieb unklar, welche Rolle Gene und Umwelteinflüsse bei der Entstehung von Karies spielen. Zwar zeigte sich in Untersuchungen an Zwillingen, dass die Bakterienflora im Mund durch das Erbgut vorgegeben ist. Eine neue Studie mit fast 500 Zwillingspärchen im Alter von fünf bis elf Jahren relativiert das jedoch: Demnach unterscheiden sich die Karies-Bakterien auch bei Zwillingen. Zudem nahmen die sonstigen Gemeinsamkeiten der Mundflora schon in den ersten Lebensjahren ab. Je älter die Kinder waren, desto eher bestimmten Ernährung und Zahnpflege die Gesundheit ihrer Beißer.

    Eltern müssen auf gute Ernährung und Zahnpflege achten

    Die gute Nachricht: Da die Gene keine große Rolle spielen, lässt Karies sich leichter verhindern als bislang angenommen. In der Pflicht stehen dabei die Eltern: Zuckerhaltige Lebensmittel wie etwa Fruchtsäfte sollten möglichst selten auf dem Kinder-Speiseplan stehen. Beim Zähneputzen (mindestens zwei Mal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta) ist die Dauer entscheidend, zwei Minuten sind das Minimum! Auch zuckerfreie Kaugummis helfen, indem sie den Speichelfluss nach den Mahlzeiten anregen.

    Weitere Tipps zur Zahnhygiene erhalten Sie hier:

    • Das 1 x 1 der guten Zahnpflege
    • Hilfsmittel zur Mundhygiene


    Quelle: Süddeutsche Zeitung

    Von: Leonard Olberts
  • 04.12.2017 um 05:45 Uhr

    Kluge Gehirne sind besser vernetzt

    Intelligente Menschen sind offenbar besonders gut darin, bedeutsame Informationen schnell zu verarbeiten und gleichzeitig unwichtige Reize auszublenden. Das zeigt eine neue Hirnstudie.

    Kaum eine persönliche Eigenschaft ist so entscheidend für den Erfolg im Leben wie die Intelligenz. Doch was unterscheidet besonders intelligente von weniger intelligenten Menschen? Ein Forscherteam der Goethe-Universität Frankfurt meint: Intelligent ist, wer wichtige Informationen besonders schnell und effizient verarbeitet und sich dabei nicht von unwichtigen Informationen stören lässt.

    Einzelne Hirnareale sind unwichtiger als deren Vernetzung untereinander

    Während bisherige Forschungsansätze Intelligenz-Unterschiede mit Unterschieden in einzelnen Hirnregionen erklärten, gehen die Frankfurter Forscher davon aus, dass die Vernetzung verschiedener Hirnregionen entscheidender ist. In ihrer Studie zeigten sie, dass bei intelligenten Menschen bestimmte Hirnregionen besonders eng vernetzt sind und dadurch schneller und effizienter untereinander kommunizieren. Gleichzeitig sind andere Regionen stark von diesen Netzwerken abgekoppelt – wodurch sie deren Kommunikation nicht durch irrelevante Informationen stören.

    Netzwerke im Gehirn lassen sich formen und neu bilden

    Das heißt aber keineswegs, dass Intelligenz in Stein gemeißelt ist. Studienleiterin Ulrike Basten betont, dass sich Netzwerke auch formen und neu bilden lassen: „Es ist möglich, dass manche Menschen aufgrund einer biologischen Veranlagung Hirnnetzwerke ausbilden, die intelligente Leistungen wahrscheinlicher machen. Genauso gut kann sich aber umgekehrt der häufigere Gebrauch des Gehirns für intelligentere Leistungen positiv auf die Ausformung der Netzwerke im Gehirn auswirken. Bei allem, was wir über den Einfluss von Anlage und Umwelt auf die Intelligenz wissen, erscheint ein Wechselspiel beider Prozesse am wahrscheinlichsten.“

    Quelle: Goethe-Universität Frankfurt

    Von: Leonard Olberts
  • 01.12.2017 um 05:45 Uhr

    Mittel und Wege gegen den Husten

    Bei Erkältungen ist häufig Geduld gefragt – vor allem bei einem der hartnäckigsten Symptome: dem Husten. Allerdings gibt es allerlei Mittel und Wege, die Beschwerden zu lindern. Welche am vielversprechendsten sind.

    Pflanzliche Präparate in allen Formen

    Husten hält unsere Atemwege frei und kann uns dadurch das Leben retten. Im Rahmen einer Erkältung ist der ständige Reiz aber dem Schlaf hinderlich. Abhilfe versprechen pflanzliche Präparate: Gegen quälend trockenen Husten helfen Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich. Soll das Abhusten von festsitzendem Schleim erleichtert werden, kommen unter anderem Thymian, Fenchel und Eukalyptus in Frage. In der Apotheke sind entsprechende Wirkstoffe in Form von Tabletten, Tropfen oder Säften erhältlich. Auch Hustentees oder Salben zum Einreiben der Brust eignen sich – letztere jedoch nicht für kleine Kinder oder Asthmatiker, da die enthaltenen ätherischen Öle Verkrampfungen der Atemwege auslösen können.

    Inhalieren mit Vernebler lohnt sich

    Durchaus lohnenswert kann die Anschaffung eines Inhalationsgeräts sein. Die auch „Vernebler“ genannten Geräte produzieren winzige Tröpfchen mit gesundheitsfördernden Zusätzen, die tief in die Bronchien und Lungenflügel eindringen. Verglichen mit der klassischen Inhalation über einer Schüssel mit heißem Wasser transportieren Vernebler den Wirkstoff besser in die Atemwege. Welche Geräte und Zusätze sich im Einzelfall eignen, weiß der Apotheker.

    Häufig ist Geduld gefragt

    Haben sich die Atemwege entzündet (akute Bronchitis), ist trotz aller lindernden Maßnahmen Geduld gefragt: Die Bronchien reagieren noch bis zu acht Wochen überempfindlich. Treten neben dem Husten ernste Beschwerden wie starke Kopfschmerzen oder hohes Fieber auf oder sind kleine Kinder, Schwangere oder chronisch Kranke betroffen, sollte nicht abgewartet, sondern grundsätzlich ein Arzt aufgesucht werden.

    Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

    Von: Leonard Olberts
  • 30.11.2017 um 05:45 Uhr

    Joggen bei kalten Temperaturen

    Kälte, Nässe und Glätte sind für viele Grund genug, es sich häufiger auf der Couch bequem zu machen anstatt Sport zu treiben. Doch mit der richtigen Vorbereitung kommen Hobbyläufer auch im Winter auf ihre Kosten.

    Laufen ist gesund – gerade im Winter! Wenn man sich auch bei ungemütlichem Wetter sportlich betätigt, stärkt dies nicht nur das Herz-Kreislauf- und Immunsystem, sondern kurbelt auch die Produktion des Gute-Laune-Hormons Serotonin an, was einer möglichen Winterdepression vorbeugt.

    Nicht von null auf hundert loslaufen!

    Wer bei kalten Temperaturen joggen geht, sollte seinem Körper mehr Zeit zum Hochfahren geben. Sorgfältiges Dehnen vorab verhindert Zerrungen und Muskelverhärtungen. Erst nach etwa zehn Minuten lockerem Warmlaufen sollten Sportler in das gewünschte Trainingstempo übergehen. Damit der Körper nicht auskühlt, empfiehlt sich der „Zwiebel-Look“ mit mehreren dünnen Kleidungsschichten. Da ein Großteil der Wärme über den Kopf abgegeben wird, ist es sinnvoll, beim Laufen eine Mütze oder ein Stirnband zu tragen.

    Beim Joggen für gute Sichtverhältnisse sorgen

    Besonders wichtig in der dunklen Jahreszeit ist das Sehen und Gesehenwerden. Wer sich an übersichtliche – am besten beleuchtete – Strecken hält und Schuhe mit rutschfestem Profil trägt, beugt möglichen Stürzen vor. Hindernisse auf der Strecke lassen sich bei Dunkelheit mit einer Lauflampe für Stirn oder Brust besser erkennen. Damit man nicht selbst zum Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer wird, empfiehlt es sich, in heller, reflektierender Kleidung zu laufen.

    Quelle: KKH

    Von: Leonard Olberts
  • 29.11.2017 um 05:45 Uhr

    Blutspenden senkt Bluthochdruck

    Wer regelmäßig Blut spendet, profitiert nicht nur vom obligatorischen Gesundheitscheck: Er kann auch lang anhaltend seinen Blutdruck senken. Studien weisen zudem auf weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit hin.

    Die Anzahl der Blutspenden ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Dabei retten Bluttransfusionen nicht nur das Leben schwerkranker Patienten – sie wirken sich offenbar auch positiv auf die Spender-Gesundheit aus. Das gilt vor allem für Menschen mit Bluthochdruck: In mehreren Studien der Berliner Charité zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen Blutspende und einer Blutdruckminderung.

    Regelmäßige Spenden senken Blutdruck lang anhaltend

    Die blutdrucksenkende Wirkung zeigte sich umso stärker, je häufiger Blut gespendet wurde: Spender mit einem mittelschweren Bluthochdruck wiesen nach vier Spenden innerhalb eines Jahres eine deutliche Senkung um 17,1 mmHg systolisch und 11,7 mmHg diastolisch auf. „Selbst kleinste Minderungen des Blutdrucks um zwei bis drei mmHg schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in manchen Fällen sogar zum Tode führen können“, erklärt Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt im Immanuel Krankenhaus Berlin. „Eine Senkung des Blutdrucks von zehn mmHg systolisch oder fünf mmHg diastolisch vermindert das Risiko eines Schlaganfalls und ischämischer Herzerkrankungen um bis zu 40 Prozent.“ Die Studienergebnisse legen nahe, dass es sich um einen lang anhaltenden Effekt handelt.

    Blutspender haben womöglich verbesserte Immunabwehr

    Die positive Wirkung regelmäßigen Blutspendens scheint zudem über die Blutdruckminderung hinauszugehen. So zeigte sich auch eine Verbesserung der antioxidativen Kapazität: „Dies könnte implizieren, dass regelmäßige Blutspender im Vergleich zu Nicht-Blutspendern seltener an Erkältungen erkranken und eine gesteigerte Immunabwehr aufweisen“, folgert Michalsen. In einer Befragung gaben regelmäßige Spender zudem an, sich leistungsfähiger zu fühlen. „Der Schluss liegt also nahe, dass regelmäßiges Blutspenden positive Effekte auf das Wohlbefinden im Allgemeinen und die Gesundheit von Hypertonikern im Besonderen hat.“

    Quelle: Internisten im Netz

    Von: Leonard Olberts
  • 28.11.2017 um 05:45 Uhr

    Künstliches Kniegelenk sinnvoll?

    Bei anhaltenden Knieproblemen kann ein künstliches Gelenk die Lebensqualität enorm steigern. Allerdings sollte ein Eingriff vorher gut überlegt sein. Was Patienten erwartet.

    Alleine 2016 erhielten hierzulande etwa 187.000 Patienten ein künstliches Kniegelenk. Die Ursache ist meist ein altersbedingter Verschleiß des Knorpels, bei Medizinern als Kniegelenkarthrose bekannt. Zwar kann eine Knieprothese ein Ausweg aus chronischen Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit sein. Allerdings ersetzt eine Prothese den natürlichen Knochen nie vollständig.

    Auch über nicht-operative Maßnahmen informieren

    Die Entscheidung für ein künstliches Gelenk sollten Betroffene erst nach einem ausführlichen Arztgespräch treffen, in dem sie sich auch über nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten informieren. Wichtig ist es, bestehende Grunderkrankungen des Patienten zu klären, die die langfristige Funktionsfähigkeit der Knieprothese gefährden. Dazu gehören starkes Übergewicht, neurologische Erkrankungen wie Parkinson und chronische Entzündungen, etwa der Blase. Fühlt der Patient sich nicht ausreichend informiert, lohnt es sich, eine Zweitmeinung einzuholen.

    Nach der OP ist Geduld gefragt

    Hat sich der Patient für die Knieprothese entschieden, ist anschließend Geduld gefragt: „Die vollständige Rehabilitation zieht sich etwa zwei Jahre hin“, weiß Dr. Karl-Dieter Heller von der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik. Wunder sollte man aber auch danach nicht erwarten: „Je besser die Beweglichkeit und Funktion vor der OP waren, desto besser sind sie in der Regel auch nach der OP“, erklärt der Mediziner.

    Quelle: AWMF

    Von: Leonard Olberts
  • 27.11.2017 um 08:38 Uhr

    Kaffee für die Gesundheit

    Kaffee ist für die meisten Bundesbürger ein unverzichtbares Lebensmittel. Doch wie wirkt sich der regelmäßige Konsum auf die Gesundheit aus? Aktuelle Studien sagen: sehr positiv!

    Erhöht oder senkt Kaffee den Blutdruck? Fördert oder beeinträchtigt er den Schlaf? Steigert oder vermindert er das Depressionsrisiko? Sowohl Kaffeebefürworter als auch -gegner sahen bislang die Argumente auf ihrer Seite. Eine aktuelle Übersichtsstudie zeichnet hingegen ein überraschend eindeutiges Bild: Demnach zeigt Kaffee deutlich mehr gesundheitsfördernde als -schädigende Effekte. 

    Drei Tassen Kaffee am Tag sind optimal

    Ein britisches Forscherteam hat mehr als 200 Studien ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Wer täglich um die drei Tassen Kaffee trinkt, senkt sein Risiko für

    •    Herz- und Leberkrankheiten
    •    verschiedene Krebsformen
    •    Typ-2-Diabetes
    •    Parkinson-Krankheit
    •    Alzheimer-Demenz
    •    Depression.

    Beruhigend für Koffein-Junkies: Wer mehr als drei Tassen täglich trinke, steigere seine Gesundheit zwar nicht weiter, schade ihr aber wahrscheinlich auch nicht. Schwangeren und Frauen mit Osteoporose empfehlen die Wissenschaftler allerdings, auf Kaffee zu verzichten.

    Studien erlauben keine Aussagen über Ursache und Wirkung

    Das letzte Wort zum Thema ist damit aber noch nicht gesprochen: Bei den ausgewerteten Studien handelt es sich nämlich größtenteils um Beobachtungsstudien, die keine Beziehung zwischen Ursache und Wirkung aufklären. So könnte es etwa sein, dass überdurchschnittlich gesunde Menschen häufiger Kaffee trinken als unterdurchschnittlich gesunde. Zu beachten ist auch, dass sich die Wirkung großer Kaffeemengen noch nicht sicher beurteilen lässt. Zudem werden Cappuccino, Latte macchiato und Co. meist mit Zuckern und Fetten konsumiert, die wiederum gesundheitsschädigend wirken können.

    Der Stoffwechselexperte Eliseo Guallar zieht dennoch ein eindeutiges Fazit aus den Studien: „Ein moderater Kaffeekonsum scheint erstaunlich sicher zu sein und lässt sich von den meisten Erwachsenen in eine gesunde Ernährung einbinden.“

    Quelle: British Medical Journal

    Von: Leonard Olberts
  • 24.11.2017 um 05:47 Uhr

    Erkältungssymptome gezielt behandeln

    Husten, Schnupfen, Halsschmerzen: Wer die typischen Erkältungssymptome in den Griff bekommen möchte, sollte lieber auf eine gezielte Behandlung statt auf Kombinationspräparate setzen. Das raten Apotheker.

    Wen ein grippaler Infekt erwischt, der leidet meist an einer ganzen Reihe von Symptomen. Verlockend erscheint es da, mit einem Kombinationspräparat möglichst viele Beschwerden auf einmal in den Griff zu bekommen. So enthalten manche Arzneimittel gleich sechs Wirkstoffe. Apotheker raten hingegen zu einer gezielten Behandlung der einzelnen Symptome. Indem nur die tatsächlich bestehenden Beschwerden therapiert werden, lässt sich nämlich das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen reduzieren.

    Spray, Saft, Pastillen – für jedes Symptom die passende Arzneiform

    Je nach konkreten Beschwerden eignen sich unterschiedliche Arzneiformen zur Behandlung einer Erkältung:

    • Bei einer verstopften Nase versprechen abschwellende Nasensprays schnelle Linderung. Zugleich mindern sie das Risiko einer Ohrenentzündung.
    • Hält der Husten nachts vom Schlafen ab, kann ein hustenstillender Saft den Reiz unterdrücken. Tagsüber empfiehlt sich stattdessen ein schleimlösender Saft.
    • Bei Halsschmerzen helfen Lutschpastillen oder Rachensprays weiter.
    • Kommt es zu Fieber, stehen Säfte, (Brause-)Tabletten und Zäpfchen zur Auswahl.

    Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten

    Werden mehrere Arzneimittel eingenommen, sollten Patienten Rücksprache halten mit ihrem Arzt oder Apotheker, um Wechselwirkungen auszuschließen. So vertragen sich etwa fiebersenkende Medikamente häufig nicht mit Gerinnungshemmern. Am besten kommt es gar nicht erst zu einer Ansteckung: häufiges und gründliches Händewaschen, Vermeiden von Keimherden (z. B. Haltegriffe in Bus und Bahn) sowie ein gesunder Lebensstil halten die meisten Erreger in Schach.

    Eine kritische Übersicht zu Kombinationspräparaten findet sie online bei der Deutschen Apotheker Zeitung.

    Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

    Von: Leonard Olberts
  • 23.11.2017 um 05:45 Uhr

    Fieber im Kindesalter

    Erkrankungen gehen bei Kindern besonders häufig mit Fieber einher. Zwar handelt es sich dabei um eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers – in manchen Fällen sollten Eltern jedoch umgehend reagieren.

    Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit, deren Name den fieberhaften Verlauf schon andeutet. Auch andere Krankheiten, zum Beispiel die akute Mittelohrentzündung, sind bei kleineren Kindern oft von Fieber begleitet – schließlich ist ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt.

    Fieber senken nicht immer sinnvoll

    Die Apothekerin Heidi Günther erklärt: „Fieber ist ein typisches Symptom dafür, dass der Körper gegen Krankheitserreger ankämpft. Es handelt sich also nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern ist ein Zeichen für eine gesunde Körperreaktion, um eingedrungene Viren oder Bakterien zu beseitigen. Ein ansonsten gesunder Körper sollte daher auch mal fiebern dürfen.“ Fiebersenkende Maßnahmen richten sich laut Günther nicht gegen die Ursache der Krankheit und verkürzen auch nicht ihren Verlauf. „Ich rate den Eltern, das Kind lieber sorgfältig zu beobachten und auf seine Bedürfnisse einzugehen.“

    Das Immunsystem des Kindes unterstützen

    Bei Krankheiten, die von Fieber begleitet werden, helfen Kindern vor allem zwei Maßnahmen: ausreichend trinken und im Bett bleiben. Daneben empfiehlt Günther: „Eltern können ihrem fiebernden Kind helfen, indem sie, je nach Phase, Wärme zuführen, beispielsweise über Decken, Wärmekissen und warmen Tee, oder den Körper bei seinen Bemühungen um Abkühlung unterstützen. Dies kann über eine kühle Raumtemperatur, Wadenwickel oder Waschungen geschehen.“

    Wann Eltern einen Arzt aufsuchen sollten

    Bei ernsten Symptomen sollten Eltern mit kleinen Kindern umgehend einen Arzt aufsuchen. Dazu gehören:

    • Durchfall oder Erbrechen
    • starke Hals- und Ohrenschmerzen, Nackensteife oder trockener Husten
    • Fieber über 40 Grad
    • Fieber, das trotz Antibiotika-Therapie länger als drei Tage anhält.

    Quelle: Barmer

    Von: Leonard Olberts
  • 22.11.2017 um 05:46 Uhr

    Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

    Zwar sind nicht nur Frauen betroffen – dennoch ist das toxische Schocksyndrom noch immer vor allem als „Tamponkrankheit“ bekannt. Mit welchen Maßnahmen Frauen ihr Ansteckungsrisiko minimieren.

    Häufig junge Menschen betroffen

    Blutvergiftung, Lungenentzündung, Endokarditis: Das Bakterium Staphylococcus aureus ist an vielen lebensbedrohlichen Erkrankungen beteiligt. Dazu gehört auch das toxische Schocksyndrom (TSS). Zumeist kommt es bei jungen Menschen vor, die bislang keinen Kontakt mit dem Erreger hatten und deren Körper darum noch keine Antikörper gebildet hat. Beschwerden treten nach einer Ansteckung schnell auf, typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, hohes Fieber, Blutdruckabfall und sonnenbrandähnlicher Hautausschlag. Im Falle einer Ansteckung ist grundsätzlich ein Arzt aufzusuchen.

    Tampons häufig wechseln, um TSS vorzubeugen

    Früher galt das TSS als Menstruationskrankheit, die vor allem durch den Gebrauch hochsaugfähiger Tampons entstünde. Zwar ist mittlerweile klar, dass die meisten Infektionen nicht-menstruell erfolgen – zum Beispiel über Hautwunden oder als Grippe-Komplikation, weshalb auch Männer und Kinder vom TSS betroffen sind. Dennoch empfiehlt sich für Frauen eine gute Menstruationshygiene, um kein unnötiges Risiko einzugehen:

    • vor und nach dem Einführen eines Tampons gründlich die Hände waschen
    • die Stärke des Tampons der aktuellen Blutungsstärke anpassen
    • an Tagen mit stärkerer Blutung den Tampon alle 3 bis 6 Stunden wechseln, ansonsten alle 6 bis 8 Stunden
    • den Tampon vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen wechseln.


    Fragen zur Menstruationshygiene können in der frauenärztlichen Sprechstunde gestellt werden.

    Quelle: Frauenärzte im Netz

    Von: Leonard Olberts
  • 21.11.2017 um 05:47 Uhr

    Studie: Altruismus ist Herzenssache

    Wer vor einer schwierigen Entscheidung steht, dem wird häufig geraten: Hör auf dein Herz. Eine Studie zeigt nun, dass Menschen, denen das besonders gut gelingt, eher zu selbstlosem Verhalten neigen.

    Je genauer Herzschlag erkannt wird, desto mehr Geld wird gespendet

    Großzügige Menschen sind mehr im Einklang mit ihrem Körper – genauer: mit Ihrem Herzschlag. Das zeigt eine aktuelle Studie. Sie bestand aus zwei Experimenten: Zum einen wurden den Teilnehmern Töne vorgespielt, die sie danach beurteilen sollten, ob sie mit ihrem Herzschlag im Takt waren oder nicht. Der Puls durfte dabei nicht mit der Hand gefühlt werden. Zum anderen nahmen sie an einem Computer-basierten Spiel teil, in dem Geldbeträge mit Fremden geteilt werden sollten. Es zeigte sich: Je genauer die Teilnehmer beurteilen konnten, ob ihr Herzschlag mit den Tönen im Takt war, desto mehr Geld gaben sie bereitwillig ab.

    Körperliche Veränderung steuert offenbar selbstloses Verhalten

    Die Mitautorin der Studie Dr. Jane Aspell erklärt sich das Ergebnis folgendermaßen: „Es ist möglich, dass eine emotional aufgeladene Situation – etwa zu entscheiden, ob man Geld weggibt oder nicht – eine Veränderung des Herzschlags verursacht. Diese körperliche Veränderung könnte bei denjenigen Menschen, die besser darin sind, ihren Herzschlag wahrzunehmen, die Entscheidung in Richtung der großzügigen Option beeinflussen. Dieser Fund weist darauf hin, dass Menschen in gewisser Weise ‚auf ihr Herz hören‘, um ihr selbstloses Verhalten zu steuern.“

    Das Ergebnis sollte allerdings mit Vorsicht genossen werden: In einem weiteren Schritt wurden die Teilnehmer darin geschult, ihren Herzschlag besser wahrzunehmen. Jetzt hörten sie zwar eher auf ihr Herz – spendabler machte sie das dennoch nicht.

    Quelle: Scientific Reports

    Von: Leonard Olberts
  • 20.11.2017 um 05:47 Uhr

    Fettleber bei Kindern

    Immer mehr Kinder leiden an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten Fettleber. Auch wenn akut keine Beschwerden auftreten, drohen ernsthafte Folgeerkrankungen. Wann Handlungsbedarf besteht.

    Aus Fettleber können sich Hepatitis und Leberzirrhose entwickeln

    Die WHO schlägt Alarm: In Europa ist jedes dritte Kind zwischen sechs und neun Jahren ernsthaft übergewichtig. Fast die Hälfte von ihnen entwickelt eine sogenannte nicht-alkoholische Fettleber. Eine reine Fettleber verursacht zwar noch keine Beschwerden, jedoch können sich in der Folge ernsthafte Erkrankungen wie eine Leberentzündung (Hepatitis) entwickeln. Bei einem chronischen Verlauf droht eine unumkehrbare Gewebevernarbung (Leberzirrhose) und schließlich Leberkrebs.

    Bei früher Diagnose sind Heilungschancen gut

    „Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte der behandelnde Arzt immer auch eine Fettlebererkrankung abklären. Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann bereits Leberveränderungen sichtbar machen“, erklärt Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Darüber hinaus geben erhöhte Leberwerte einen Hinweis auf eine Erkrankung. Je früher die Diagnose vorliegt, desto eher können betroffene Kinder durch eine Ernährungsumstellung und Sport erreichen, dass sich die Fettablagerungen in der Leber zurückbilden.

    Die Deutsche Leberstiftung bietet auf ihrer Homepage die Faltblätter „Leber und Fett“ sowie „Lebererkrankungen bei Kindern“ zum Download an.

    Quelle: Deutsche Leberstiftung

    Von: Leonard Olberts
  • 18.11.2017 um 05:45 Uhr

    Das Immunsystem stärken

    Gerade in der kalten Jahreszeit muss sich unsere körpereigene Abwehr wieder gegen zahlreiche Krankheitserreger wappnen. Was Sie tun können, um Ihr Immunsystem zu stärken.

    Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber: allesamt unangenehme Krankheitsbeschwerden, die nicht von einem fremden Erreger, sondern von unserem eigenen Körper – als Abwehrreaktion – ausgelöst werden. In den meisten Fällen handelt das Immunsystem genau richtig. Hohe Belastungen schwächen es allerdings – weshalb es gerade im erregerfreundlichen Winter sinnvoll ist, die Abwehrkräfte aktiv zu unterstützen. Mit den folgenden Tipps gelingt Ihnen das.

    Mit welchem Freizeitverhalten Sie das Immunsystem stärken

    Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Sie meistens im Winter krank werden? Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist die Luft im Winter nicht nur kälter, sondern auch trockener – vor allem daheim bei aufgedrehter Heizung. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus. Zum anderen leidet unser Körper im Winter häufiger unter Bewegungsmangel. Diese Umstände erschweren den Transport von Immunzellen im Körper, die gebraucht werden, um fremde Erreger unschädlich zu machen. Dazu kommt im Winter bei vielen ein Mangel an Vitamin D, das der Körper vor allem mithilfe des Sonnenlichts produziert. Am besten unterstützen Sie Ihr Immunsystem also mit häufigen Winter-Spaziergängen: Dadurch kommen Sie weg von der trockenen Heizungsluft, bewegen sich und nutzen die Sonnenstrahlen für Ihren Körper und Geist.

    Tipp: Bewegung aktiviert zwar das Immunsystem. Übertreiben Sie es aber nicht, indem Sie sich regelmäßig über mehrere Stunden extrem verausgaben. Damit erhöhen Sie im Gegenteil sogar Ihre Infektanfälligkeit.

    Mit welcher Ernährung Sie das Immunsystem stärken

    Nicht nur an Vitamin D mangelt es im Winter häufig – generell gestaltet sich die Ernährung bei vielen etwas einseitiger. Dabei benötigt der Körper eine Vielzahl an Nährstoffen für eine effiziente Abwehrreaktion: Zink, Selen, Eisen, Kupfer, Folsäure, Vitamin A, B6, C und E. Viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch sowie wenig gesättigte Fettsäuren sorgen bei Ihnen für eine gesunde Darmflora, in der sich fremde Keime nur schwer ansiedeln. Bei etwaigen Mangelerscheinungen kann die Einnahme nahrungsergänzender Präparate sinnvoll sein – die Meinungen über den gesundheitlichen Nutzen gehen unter Experten jedoch auseinander.

    Hinweis: Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt nicht: Je mehr, desto besser! Versuchen Sie die Einnahme daher so gezielt wie möglich zu gestalten und besprechen Sie sie vorab mit Ihrem Hausarzt oder Apotheker.

    Stärkt „Abhärten“ das Immunsystem?

    Die Zunahme an Allergien – eine unangemessene Reaktion des Immunsystems – in den letzten Jahren erklären sich manche Forscher damit, dass Kinder mittlerweile in zunehmend „sterilen“ Verhältnissen aufwachsen und dadurch kaum noch in Kontakt mit Mikroben kommen. Eine Studie zeigt gar: Wer als Kind öfter am Daumen lutscht oder auf den Nägeln kaut, entwickelt später seltener eine Allergie. Kinder sollten daher ruhig häufig draußen herumtollen dürfen. Erwachsene können auf diese Weise ihr Immunsystem jedoch nicht mehr beeinflussen. Hier bieten sich regelmäßige Saunagänge oder Wechselduschen an: Ihre Wirkung auf das Immunsystem ist zwar nicht eindeutig belegt, allerdings kurbeln sie das Herz-Kreislauf-System an und normalisieren den Blutdruck. Zudem wirken sie entspannend – was wiederum dem Immunsystem nützt.

    Hinweis: Ist Ihr Immunsystem bereits durch einen Infekt geschwächt oder leiden Sie an einer Gefäßerkrankung, sollten Sie große Temperaturschwankungen wie beim Saunieren oder Eisbaden besser meiden.

    Quelle: PTA heute, Ausgabe 24/2016

    Von: Leonard Olberts