... mehr als nur Pillen!

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  • 17.11.2018 um 05:43 Uhr

    Augenringe und ihre Behandlung

    Stress, Überarbeitung oder durchwachte Nächte – es gibt viele Gründe für dunkel umschattete Augen. In den meisten Fällen sind Augenringe ein sichtbares Zeichen dafür, dass Ihr Körper Erholung braucht. Doch es gibt auch Menschen, die ohne Stress oder lange Nächte Augenringe haben. Was Sie gegen die lästigen Schatten tun können und wie Sie ihnen vorbeugen.

    Wie entstehen Augenringe?

    Am stärksten fallen die bläulich-violetten, grauen oder bräunlichen Verfärbungen im Bereich unterhalb des Auges auf. Wenn Sie Ihr Spiegelbild betrachten, erscheinen Ihre Augen eingefallen und auf Ihre Mitmenschen machen Sie einen kranken Eindruck. Augenringe entstehen manchmal durch eine stärkere Hautpigmentierung im Augenbereich. In den meisten Fällen sind Gefäße die Ursache, die durch die Haut hindurch scheinen. Der Hautbereich unterhalb der Augen zählt zu den dünnsten Hautstellen des Körpers und enthält kaum Fettgewebe. Dafür versorgen viele kleine Blutgefäße den Augenmuskel. Sind diese feinen Gefäße unter der zarten Haut vorübergehend erweitert, zeichnen sich dunkle Augenringe ab. Eine schlechte Durchblutung verstärkt diesen Effekt, weil sauerstoffarmes Blut eine dunklere Farbe besitzt als sauerstoffreiches Blut.

    Hinweis: Wie stark sich die Blutgefäße durch die Haut abzeichnen, ist abhängig vom Hauttyp und der Dicke des Fettgewebes. Im Allgemeinen sind hellhäutige, schlanke Menschen häufiger als andere von Augenringen betroffen.

    Nur selten ein Fall für den Arzt

    Augenringe sind in den meisten Fällen völlig harmlos. Nur, wenn Sie unter zusätzlichen Beschwerden leiden, empfiehlt sich ein Besuch beim Hausarzt. Sind Ihre Augenringe durch eine Überpigmentierung der Haut entstanden, ist es möglich, den Hautfarbstoff Melanin durch spezielle Cremes zu verringern. Eine solche Bleichung, beispielsweise mit Hydrochinon, darf wegen eventueller Nebenwirkungen nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine Alternative zur Hautbleichung ist eine Laserbehandlung. Beide Therapien besprechen Sie am besten mit Ihrem Hautarzt.

    Eine operative Methode gegen Augenringe aufgrund von durchscheinenden Gefäßen ist die Unterspritzung der Haut mit Fett von Bauch oder Gesäß (autologe Fetttransplantation). Zur Aufpolsterung dünner Hautareale kann auch die flüssigkeitsbindende Hyaluronsäure angewendet werden. Als medizinische Eingriffe sind sie möglicherweise mit Nebenwirkungen wie Blutergüssen, Schwellungen oder Unebenheiten der Haut verbunden.

    Hinweis: Für die Kosten einer Unterspritzung müssen Sie selbst aufkommen, weil das Beseitigen der lästigen, aber harmlosen Augenringe medizinisch nicht notwendig ist.

    Kurzfristige Hilfe mit Gurkenscheiben und Kompressen

    Viele Tipps aus Zeitschriften und Internet basieren darauf, den empfindlichen Augenbereich zu kühlen und für eine Entspannungspause zu sorgen. Hierzu gehören das Abwaschen des Gesichts mit kaltem Wasser, das Auflegen von Gurkenscheiben oder kalten Kompressen auf die geschlossenen Augen. Eine Kühlung hilft bei leichten Augenringen und angeschwollenen Augen zumindest für kurze Zeit, weil die Gefäße sich zusammenziehen und sich nicht mehr durch die Haut abzeichnen.

    Tipp: Mit einer Abdeckcreme (Concealer) gewinnen Sie ganz sicher den Kampf gegen die Augenringe! Achten Sie darauf, ihn auf Ihren Hauttyp und die Färbung des Augenschattens abzustimmen: Bläuliche Augenringe gleichen Sie mit gelben Pigmenten aus, die zum Beispiel im Avène Couvrance Korrekturstick, im La Roche-Posay Toleriane Korrekturstift oder in der Vichy Dermablend Korrekturfarbe enthalten sind. Grüne Pigmente eignen sich für rote Äderchen und rot bei bräunlicher Hautfärbung.

    So kommt es erst gar nicht zu Augenringen

    Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln entstehen dunkle Augenringe erst gar nicht:

    • Ein gesunder Lebensstil tut nicht nur Ihren Augen, sondern dem ganzen Körper gut. Vermeiden Sie Stress und Schlafmangel.

    • Achten Sie auf kühle, ausreichend durchlüftete Schlafräume.

    • Verzichten Sie weitgehend auf Nikotin und Alkohol.

    • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C und Eisen sowie eine Trinkmenge von mindestens eineinhalb Litern versorgt Ihren Körper mit den wichtigsten Nährstoffen.

    • Bringen Sie die Durchblutung mit regelmäßiger sportlicher Betätigung in Schwung.

    • Ein Besuch im Solarium lässt die empfindliche Haut im Augenbereich schneller altern und Augenringe verstärken sich. Verwenden Sie bei Aufenthalten im Freien stets Sonnenschutzmittel und tragen Sie eine Sonnenbrille, um die schädlichen UV-Strahlen abzufangen.

    • Feuchtigkeitsspendende Cremes beruhigen und entspannen den Hautbereich rund um die Augen.

    Quelle: Christine Kammer, Die Nacht zum Tag gemacht? Pharmazeutische Zeitung Nr. 13+14, S. 56, Juli 2018.

    Von: Simone Lang
  • 16.11.2018 um 05:55 Uhr

    Guter Schlaf, fitte Arterien

    Täglich mehr als 7 Stunden Schlaf mit wenigen Unterbrechungen senken das Risiko für Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Kardiologen raten zu ungestörter und ausreichend langer Nachtruhe.

    Zu kurzer oder unterbrochener Schlaf verstopft Arterien

    Spanische Kardiologen untersuchten eine Woche lang das Schlafverhalten von fast 4000 gesunden Probanden mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren. Mit Hilfe von dreidimensionalen Ultraschalluntersuchungen bestimmten die Wissenschaftler arteriosklerotische Veränderungen in den Bein- und Halsarterien.

    Weniger Arteriosklerose mit 7 Stunden Schlaf

    Studienteilnehmer mit kurzer Schlafdauer litten signifikant häufiger an Arteriosklerose als Probanden mit 7 bis 8 Stunden täglich. Die Teilnehmer aus der Gruppe mit den meisten Schlafunterbrechungen wiesen häufiger Gefäßabschnitte mit Arterienverkalkung auf als die Teilnehmer mit den wenigsten Unterbrechungen in der Nacht.

    „Zu wenig Schlaf und Unruhe während der Nacht sollten als Risikofaktoren für das Verstopfen oder Verengen von Arterien gesehen werden“, fordert der Mediziner Fernando Dominguez Rodriguez vom Spanischen Institut für kardiovaskuläre Forschung in Madrid. Der Studienautor ergänzt die Studienergebnisse: „Menschen mit kurzem oder unterbrochenem Schlaf hatten auch weit häufiger ein metabolisches Syndrom, also eine Kombination von Diabetes, hohem Blutdruck und Übergewicht.“ Er betont, dass ein guter Nachtschlaf anzustreben sei, zum Beispiel durch körperliche Aktivitäten und das Vermeiden von Kaffee und fettem Essen vor dem Schlafengehen.

    Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V.

    Von: Simone Lang
  • 15.11.2018 um 05:43 Uhr

    Nasensprays richtig anwenden

    Schnupfen ist meist harmlos, im Alltag aber trotzdem ein lästiger Begleiter. Nasensprays helfen dabei, die Atmung zu erleichtern. Um eine maximale Wirkung zu erreichen, ist es wichtig, dass bei der Anwendung ein paar einfache Regeln eingehalten werden.

    Sprühlösungen verteilen sich leichter

    Ob Sprühlösung oder Nasentropfen – vor der Anwendung empfiehlt es sich, sanft zu schnäuzen. So werden Sekrete aus der Nase entfernt und die Arzneimittel gelangen direkt auf die Schleimhäute. Wichtig ist zudem, dass möglichst viele Bereiche der Nase mit der Lösung benetzt werden. Dazu sollte man den Applikator zunächst circa einen halben Zentimeter in die Nase einführen, aber die Schleimhäute dabei nicht berühren.

    Pumpsprays mit Sprühlösungen: 

    • Beim Abdrücken den Kopf leicht nach hinten neigen
    • Das Fläschen in einem 45 Grad-Winkel zum Boden halten
    • Falls die Fläschen eine Dosierpumpe haben, den Mechanimus unbedingt vor der ersten Anwendung einmal außerhalb des Körpers betätigen – nur so ist das Medikament vom ersten Pumpstoß an richtig dosiert.

    Nasentropfen: 

    • Kopf weit nach hinten neigen
    • Für 1 bis 2 Minuten in dieser Position bleiben
    • Kopfdrehen nach links und rechts verteilt die Flüssigkeit besonders gut
    • Vermeiden, dass das Arzneimittel sofort in den Rachen abfließt.

    Auf Hygiene achten

    Damit Nasenkeime nicht verbreitet werden, sollten die Applikatoren generell nur von einer Person genutzt werden. Eine weitere Gefahr ist die eigene Reinfektion über verkeimte Fläschenaufsätze. Die Verschmutzung mit den Nasenkeimen lässt sich minimieren, indem Tropfpipetten immer zusammengedrückt aus der Nase gezogen werden. Eine anschließende Reinigung mit heißem Wasser ist optimal, ein Abwischen mit einem Tuch unbedingt erforderlich. Auch das Aufsetzen der Schutzkappe zwischen den Anwendungen schützt vor Verkeimung.

    Behandlung auf eine Woche beschränken

    Wichtig ist, dass die Nasentropfen nicht länger als eine Woche benutzt werden. Die darin enthaltenen Arzneistoffe wirken nämlich deswegen abschwellend, weil sie die Nasengefäße verengen. Länger verwendet führt die Minderdurchblutung zu einer trockenen Nase. Die Nase reagiert darauf längerfristig mit einer gesteigerten Durchblutung – mit der Folge, dass die Nasenschleimhäute anschwellen, obwohl der Schnupfen längst überstanden ist.

    Quelle: PTA heute, Ausgabe 21, November 2018

    Von: Sara Steer
  • 14.11.2018 um 05:33 Uhr

    Längere Pause bis zum 2. Kind

    Zu nah aufeinanderfolgende Schwangerschaften bergen Risiken für Mütter und Kinder. Bei älteren Schwangeren betreffen die Komplikationen die Mütter, jüngere Schwangere erleiden häufiger Fehlgeburten, wie kanadische Forscher herausfanden.

    Auswertung von 148.000 Schwangerschaften

    Ein kanadisches Forscherteam der British Columbia Universität in Vancouver untersuchte, ob das mütterliche Lebensalter eine Rolle bei Komplikationen bei Mutter oder Kind spielt. Dabei verglichen die Wissenschaftler Schwangerschaften mit engem Abstand (bis 6 Monate) und solche mit längerer Pause (über 18 Monate). Die Wissenschaftler werteten die Daten von 123.000 Frauen aus der kanadischen Provinz British Columbia mit insgesamt über 148.000 Schwangerschaften in einer retrospektiven Studie aus.

    Frauen über 35 Jahren, die innerhalb von einem halben Jahr wieder schwanger wurden, waren zu 1,2 Prozent schwerwiegende Eingriffe wie Bluttransfusionen oder künstliche Beatmung notwendig. In Einzelfällen verstarben die Mütter sogar vor, während oder kurz nach der Geburt. Das statistische Risiko sank auf 0,5 Prozent, wenn zwischen den beiden Schwangerschaften mindestens eine Pause von 18 Monaten lag.

    Bei jüngeren Frauen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren bestand ein höheres Risiko für eine Fehlgeburt bei einer Schwangerschaftspause von unter 6 Monaten, verglichen mit älteren Schwangeren.

    Ältere Mütter besonders betroffen

    Die Hauptautorin der Studie Laura Schummers ordnet die Ergebnisse ein: „Besonders wichtig sind die Erkenntnisse für ältere Frauen, weil sie eher zu Schwangerschaften mit kurzen Pausen tendieren und das oft bewusst.“ Schummers und Kollegen empfehlen in der Studie ein optimales Intervall zwischen den Schwangerschaften von etwa 18 Monaten mit einem Spielraum zwischen 1 und 2 Jahren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfahl 2005 ebenfalls, nach einer Schwangerschaft 24 Monate zu warten.

    Quelle: Ärztezeitung

    Von: Simone Lang
  • 13.11.2018 um 05:43 Uhr

    Durch Krimi zum besseren Verbrecher?

    Die Befürchtung, dass mögliche Verbrecher durch forensische Serien lernen, wie sie kriminelle Taten am besten vertuschen, widerlegen Mainzer Forscher. TV-Zuschauer werden keine Experten in der Spurenbeseitigung.

    Forensische Serien helfen nicht bei Spurenbeseitigung

    Sherlock Holmes, Quincy oder Law & Order – bei jeder Fernsehserie, die sich mit ungelösten Kriminalfällen und der Spurensuche an Tatorten beschäftigt, melden sich warnende Stimmen. Sie befürchten, dass sich die Zuschauer über das Vorgehen bei Tatortermittlungen informieren und so in der Lage sind, selbst Verbrechen zu vertuschen. Dieses Phänomen bezeichnet man als CSI-Effekt (Crime Scene Investigation) nach der gleichnamigen forensischen US-Serie, in der Kriminalfälle wissenschaftlich untersucht werden.

    Ein Forscherteam der Universität Mainz um Prof. Heiko Hecht untersuchte, ob die Zuschauer forensischer TV-Serien wirklich die besseren Verbrecher sind. „Die Behauptung solcher Zusammenhänge […] stand jahrelang im Raum, ohne dass es irgendwelche Studien dazu gegeben hätte“, erklärt Studienleiter Andreas Baranowski.

    Verbrechen im Puppenhaus

    Der Psychologe wendete mit seinen Kollegen mehrere Testverfahren an, um möglichst verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Einmal verglichen die Forscher die Rate der Verbrechensaufklärung von FBI und BKA aus den Jahren vor dem Start der CSI-Serie mit dem Zeitraum danach. Zusätzlich befragten sie 24 verurteilte Kriminalstraftäter in den Gefängnissen, ob diese Serien wie CSI hilfreich finden, um Verbrechen zu vertuschen. In einem weiteren Schritt entwickelten die Wissenschaftler eine Versuchsanordnung, mit der sie testeten, ob CSI-Zuschauer ihre Spuren bei einem nachgestellten Verbrechen besser verwischen als Probanden, die keine Serien über Tatortermittlungen konsumieren. Ein Puppenhaus diente den Testpersonen dazu, das Verbrechen nachzustellen.

    CSI-Effekt bleibt Mythos

    Die Experimente zeigten keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Serien, die sich mit Tatortermittlung beschäftigen, und der Fähigkeit, ein Verbrechen zu begehen oder Spuren zu beseitigen. Erwartungsgemäß schnitten Männer, insbesondere aus technischen Berufen, etwas besser ab als Frauen, junge Teilnehmer besser als ältere und gebildete besser als weniger gebildete. Baranowski fasst zusammen: „Wir können jetzt die Mythen widerlegen, die seit 20 Jahren in den Medien […] kursieren, und mit relativ großer Sicherheit behaupten, dass Leute, die CSI schauen, nicht besser darin sind, ihre Spuren zu verwischen, als andere Menschen auch.“

    Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Von: Simone Lang
  • 12.11.2018 um 05:33 Uhr

    Low Carb verkürzt Leben

    Als Diät-Trend ist der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate (Low Carb-Ernährung) schon seit Jahren in aller Munde. Jetzt zeigt eine aktuelle Studie: Eine sehr kohlenhydratarme Ernährung senkt die Lebenserwartung.

    Mehr Schlaganfälle und Herzerkrankungen

    In einer amerikanischen Studie zu Gesundheit und Ernährung wurden in einem Zeitraum von über 6 Jahren die Essgewohnheiten von fast 25.000 Teilnehmern dokumentiert und ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass Low Carb als langfristige Ernährungsstrategie gefährlich ist und die Gesamtsterblichkeit um bis zu 32 Prozent erhöht. Das Risiko, in Folge einer Herzerkrankung zu sterben, stieg dabei um 51 Prozent. Auch die Gefahr für einen Schlaganfall oder Krebs mit Todesfolge war deutlich höher als bei der Gruppe, die viel Kohlenhydrate konsumierte.

    „Eventuell spielt die niedrigere Einnahme von Ballaststoffen und Früchten, der erhöhte Konsum von tierischen Proteinen, Cholesterin und gesättigten Fetten bei diesen Diäten eine Rolle“, interpretiert Prof. Meciej Banach die Ergebnisse der Studie.

    Besonders betroffen sind Normalgewichtige

    Die kohlenhydratarme Diät mache laut Banach nur Sinn, wenn man sie kurzfristig einsetzt, um Gewicht zu verlieren. In diesem Fall ist es möglich, über die kohlenhydratarme Diät den Blutdruck zu senken oder den Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren. Besonders schädlich ist Low Carb hingegen für über 50-Jährige, die nicht übergewichtig sind. Hier zeigte sich der negative Effekt des Kohlenhydrat-Verzichts am deutlichsten.

    Quelle: Internisten im Netz

    Von: Sara Steer
  • 09.11.2018 um 05:32 Uhr

    Körpergeruch beruhigt

    Frauen in stabilen Paarbeziehungen halten belastende Situationen besser aus, wenn sie ihren Partner riechen können. Der vertraute Geruch verringerte in einer schwedischen Untersuchung messbar die Stressreaktion des Körpers.

    Frauen machen Stresstest

    Das Forscherteam um Anna Blomkvist von der Universität Stockholm stellte sich die Frage, ob der vertraute Geruch des Partners eine stressabbauende Wirkung hat und inwiefern die Stabilität der Liebesbeziehung eine Rolle spielt.

    An der Studie nahmen 34 heterosexuelle Frauen mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren teil, die sich seit mindestens vier Monaten in einer Liebesbeziehung befanden. Die Untersucher lösten bei den Testpersonen Stress über leichte Elektroschocks aus, die diese als unangenehm, aber nicht schmerzhaft empfanden. Der an der Hand gemessene Hautwiderstand gab Auskunft über die Stärke der körperlichen Stressreaktion. Den Probandinnen standen 4 Geruchsquellen zur Verfügung: jeweils ein Baumwollhemd, das sie selbst beziehungsweise ihr Partner 3 Nächte getragen hatten, ein frisch gewaschenes sowie ein mit Rosenduft imprägniertes Hemd. Über einen standardisierten Fragebogen ermittelten die Psychologen, wie stabil die Frauen ihre Partnerschaft auf einer Skala zwischen 1 und 7 einschätzten.

    Rosenduft unterliegt getragenem Unterhemd

    Jede Frau atmete den Geruch der unterschiedlichen Hemden für 5 Minuten ein, während sie 5 leichte Elektroschocks erhielt. Subjektiv empfanden alle Teilnehmerinnen die Reizungen als am wenigsten unangenehm, wenn sie den Geruch ihres Partners einatmeten. Auch die Messung des Hautwiderstands zeigte in diesen Fällen die geringsten Stresswerte – allerdings nur, wenn sich die Frauen in ihrer Beziehung sicher fühlten. Im gegenteiligen Fall verursachte der Partnergeruch sogar höhere Stresswerte als alle anderen Duftnoten.

    Am Partner schnuppern baut Stress ab

    „Regelmäßiges Schnuppern an seinen Bezugspersonen könnte möglicherweise gesundheitsfördernd sein und […] Stressreaktionen entgegenwirken“, fassen die Studienautoren ihre Ergebnisse zusammen. Ihrer Meinung nach spielt der lange unterschätzte Geruchssinn sowohl bei Kleinkindern als auch bei Erwachsenen eine wichtige Rolle für die Entwicklung und Festigung sozialer Bindungen.

    Quelle: Wissenschaft aktuell

    Von: Simone Lang
  • 08.11.2018 um 05:44 Uhr

    Spielend gegen Thrombose

    Forscher aus Kaiserslautern entwickelten das Computerspiel jumpBALL, das mit Bewegungen der Füße und Beine gesteuert wird. Das Spiel motiviert Patienten zu gezielten Fußübungen und beugt einer Thrombose vor.

    Diamanten im Spiel sammeln – aber mit den Füßen

    Verstopft ein Gerinnsel ein Blutgefäß, sprechen Mediziner von einer Thrombose. Diese sind nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Betroffen sind besonders ältere Menschen und Patienten, die größere Operationen hinter sich haben oder wegen einer Erkrankung ans Bett gefesselt sind.

    Bestimmte Übungen beugen einer Thrombose vor, zum Beispiel die Fußwippe oder Muskelpumpe. „Dabei wird die Fußspitze zunächst weit nach vorne gestreckt und danach soweit wie möglich an den Körper herangezogen“, erklärt der Informatiker Daniel Steffen von der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Fußwippe soll möglichst oft und regelmäßig wiederholt werden. „Das ist sehr monoton und ermüdend, die Patienten sind meist wenig motiviert“, berichtet Steffen. „Aus Studien wissen wir, dass rund 65 Prozent der Patienten solche Übungen nicht oder nur teilweise durchführen.“

    Ein Spiel hilft nun dabei, Patienten für die wichtigen Bewegungsübungen zu begeistern. Ein Team aus Informatikern, Psychologen und Medizinern entwickelte das Computerspiel jumpBALL, bei dem Bewegungen der Füße einen Wasserball über Baumstämme steuern. Auf den Hindernissen sammelt der Spieler Punkte in Form von Münzen, Diamanten oder Sternen. Landet der Ball auf einem Monster, verliert der Spieler die Punkte. Der Spieler steuert den Ball mit den Füßen, „dabei führt er gleichzeitig die Muskelvenenpumpe durch“, erläutert Steffen.

    Wenig Technik für viel Spaß

    Für das Spiel sind außer einem Smartphone oder Tablet zwei drahtlose Sensoren notwendig, die mittels Klettbändern die Bewegungen der Füße erfassen. In Studien überprüfte das Team um Steffen, wie gut das Spiel die Motivation förderte und wie anwenderfreundlich es auch für Ältere war. „Wir haben festgestellt, dass die älteren Probanden sehr gut mit jumpBALL zurechtgekommen sind und sogar mehr Spaß hatten als jüngere Studien-Teilnehmer“, fasst der Informatiker zusammen.

    Das Spiel eignet sich besonders für ältere Menschen zur Vorbeugung einer Thrombose und als Bewegungstherapie während einer Rehabilitation.

    Quelle: Technische Universität Kaiserslautern

    Von: Simone Lang
  • 07.11.2018 um 05:34 Uhr

    Mutter-Kind-Kuren: oft abgelehnt

    Viele Mütter und Väter empfinden den ständigen Zeitdruck als belastend und beantragen eine Kur. Jede 9. Kur lehnten die Krankenkassen im vergangenen Jahr zuerst ab. Mit einem Widerspruch sind Eltern oft erfolgreich.

    Widerspruch gegen abgelehnte Kur: zwei Drittel der Fälle erfolgreich

    Nach wie vor erfreuen sich Kurmaßnahmen bei Eltern großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr nahmen 48.000 Mütter und 1.600 Väter mit oder ohne begleitende Kinder an einer Kur des Müttergenesungswerks (MGW) teil. Von den Krankenkassen wurden 2017 etwa 11 Prozent der Kuranträge abgelehnt. Laut dem aktuellen Bericht des MGW ist ein Widerspruch oft von Erfolg gekrönt: In zwei Dritteln aller abgelehnten Fälle entschieden die Krankenkassen laut MGW letztendlich zugunsten der Antragsteller.

    Kurantrag wegen Erschöpfungs- und Angstzuständen

    Eltern leiden dem Report nach vor allem unter Zeitdruck sowie beruflichen Belastungen und hatten Probleme, Kinder und Beruf miteinander zu vereinbaren. Jede 4. Frau gab außerdem an, zu wenig Anerkennung für ihre Arbeit zu erfahren. Über 80 Prozent der befragten Mütter waren erwerbstätig und teilweise zusätzlich mit der Pflege von Angehörigen betraut.

    Bei fast allen Müttern und Vätern diagnostizierten die Ärzte psychische Beschwerden wie Erschöpfungs- und Angstzustände, Schlafstörungen, depressive Episoden oder akute Belastungsreaktionen. Bei jedem Zweiten spielten Rückenschmerzen und Bandscheibenschäden beim Aufenthalt in den Kurkliniken eine wichtige Rolle.

    Quelle: Ärzteblatt

    Weitere Informationen zu Mutter- beziehungsweise Vater-Kind-Kuren im Datenreport 2018 des Müttergenesungswerks.

    Von: Simone Lang
  • 06.11.2018 um 05:44 Uhr

    Husten, Schnupfen, Heiserkeit

    Mit den kalten Monaten beginnt die Erkältungszeit. Die Bayerische Landesapothekerkammer gibt Verhaltenstipps und Ratschläge, mit denen man gesund durch den Winter kommt.

    Viren lauern an Griffen und Türen

    Meist sind Viren die Verursacher von Erkältungen. Türgriffe, Haltestangen in Bussen und Zügen sowie Treppengeländer übertragen die Krankheitserreger, weil viele Menschen sie täglich berühren. Gründliches Händewaschen mehrmals am Tag unterbricht diesen Infektionsweg. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern, erklärt: „Wichtig ist, dass man die Hände eine halbe Minute lang einseift, auch zwischen den Fingern. Die Verwendung von Desinfektionsmittel ist meist nicht nötig.“ Die Hände sollten das Gesicht möglichst wenig berühren, damit die Viren nicht in Mund oder Nase gelangen. Apotheker Schmitt erläutert die wichtige Rolle einer ausgewogenen Ernährung: „In frischem Obst und Gemüse sind […] Substanzen enthalten, die den Körper gegen Erkältungen stark machen. Besonders wichtig sind Vitamin C, aber auch  Vitamin E und Vitamin A sowie das Mineral Zink.“ Kräutertees und Mineralwasser unterstützen das körpereigene Immunsystem.

    Abhärten – aber richtig!

    Heizungsluft in Büros und Wohnungen trocknet die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum aus. Viren haben es dann leichter, in den Körper einzudringen. Schmitt rät: „Das Büro oder die Wohnung 3 bis 4 Mal am Tag für jeweils 10 Minuten durchlüften, das sorgt für ein gesundes Raumklima. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Winter nicht über 19 bis 20 Grad liegen.“ Zusätzlich regt Schmitt an, mit kalt-warmen Wechselduschen die Abwehrkräfte zu aktivieren oder warm eingepackt einen Spaziergang auch bei kaltem Wetter zu unternehmen.

    Pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke helfen dem Immunsystem bei der Keimabwehr, allerdings ist die richtige Auswahl und Einnahme wichtig. Apotheker Schmitt empfiehlt: „Jeder sollte sich deshalb unbedingt vor der Einnahme in der Apotheke vor Ort beraten lassen.“

    Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer

    Von: Simone Lang
  • 05.11.2018 um 05:38 Uhr

    Hilft Bio gegen Krebs?

    Ökologisch erzeugte Lebensmittel schonen nicht nur die Umwelt, sondern schützen wahrscheinlich auch vor Krebs. Darauf deutet eine Studie aus Frankreich hin, bei der Bio-Konsumenten um 25 Prozent weniger an Krebs erkrankten als Menschen, die eher zu konventionellen Lebensmittel griffen.

    Einfluss auf Lymphome besonders hoch

    Wissenschaftler des französischen Forschungsinstituts INSERM werteten Daten einer Plattform aus, auf der knapp 69.000 Studienteilnehmer seit 2009 Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten geben. Der Unterschied zwischen den Personen, die am seltensten und jenen, die am häufigsten Bio-Lebensmittel konsumierten, ist signifikant. Die Bio-Esser erkrankten um 25 Prozent seltener an Krebs, bei Lymphomen ("Lymphknotenkrebs") beträgt der Unterschied sogar 75 Prozent. Auch der Anteil der Brustkrebsdiagnosen ist deutlich geringer.

    Die Ergebnisse erstaunen auch deswegen, weil bisher durchgeführte Untersuchungen wie die „Million Women Study“ keine Auswirkungen der ökologischen Ernährung auf die Häufigkeit von Krebserkrankungen nachweisen konnten.

    Bio-Konsumenten mit weniger Pestiziden im Urin

    Eine Ursache für das geringer Krebsrisiko ist möglicherweise die schwächere Belastung von Biolebensmitteln mit kanzerogenen Pestiziden. Studien in den USA und Neuseeland zeigten, dass sich im Urin von Bio-Essern weniger Pestizide nachweisen lassen als bei Personen, die konventionell produzierte Lebensmittel bevorzugen. Schon eine Woche nach dem Umstieg auf Bio sank die Pestizidbelastung der Studienteilnehmer um 90 Prozent.

    Der Bostoner Ernährungsexperte Frank Hu schränkt die Aussagekraft der französischen Studie allerdings ein. Er verweist auf die Schwierigkeit, den Verzehr der Bio-Lebensmittel exakt zu erheben – vor allem weil parallel zusätzlich konventionell konsumiert würde. Faktoren wie Körpergewicht und körperliche Aktivität seien als Vorsorge wissenschaftlich noch immer besser belegt.

    Quelle: Deutsches Ärzteblatt

    Von: Sara Steer
  • 03.11.2018 um 05:28 Uhr

    Spliss & Schuppen ade

    Egal ob roter Lockenkopf, braune Zöpfe oder blonde Mähne. Jeder will gesundes Haar, das glänzt und Volumen hat. Wie Sie lästigen Spliss und Schuppen loswerden und Ihr Haar in Glanzform bringen, lesen Sie hier.

    Dem Spliss ohne Schere beikommen

    Haare müssen so einiges aushalten: Kämmen, Föhnen und Färben strapazieren das Haar und trocknen es aus. Die Folge ist Spliss – gespaltene Haarspitzen. Splissige Spitzen kann man nicht reparieren. Hier hilft nur noch die Schere. Es gibt aber einige Möglichkeiten dem Spliss zuvorzukommen.

    Gespaltene Haarspitzen entstehen meist durch Reibung – etwa, wenn man auf Kunstfaserkissen schläft, die Haare nach dem Waschen frottiert oder das Haar an der Kleidung reibt. Auch ein absoluter Haarkiller und mit verantwortlich für Spliss ist Hitze. Föhnen Sie Ihre Haare deswegen auf niedrigster Stufe. Wenn möglich verzichten Sie ganz darauf. Vorbeugend lassen sich die Haare mit Spülungen oder Kuren behandeln. Suchen Sie die Produkte entsprechend Ihrem Haartyp aus und massieren Sie diese nur in die Haarspitzen.

    Zufriedene Kopfhaut – keine Schuppen

    Erneuert sich die Kopfhaut, entstehen natürlicherweise kleine Schuppen. Verklumpen diese abgestorbenen Hautzellen, machen sie sich als unschöne weiße Flocken auf Kragen und Schultern bemerkbar. Bei trockener Kopfhaut bilden sich trockene Schuppen. Abhilfe schafft hier ein rück­fettendes Shampoo. Damit sollten sich Schuppengeplagte alle zwei bis drei Tage die Haare waschen. Außerdem kann man trockene Schuppen mit Öl behandeln: Massieren Sie es in die Kopfhaut und lassen Sie es zwei Stunden einwirken. Um das Schuppen-Problem bei der Wurzel zu packen, sollten Sie alles vermeiden, was die Kopfhaut reizt. Dazu gehören Kämme mit scharfen Zinken, zu heißes Föhnen oder zu häufiges Haarewaschen.

    Wen allerdings große, fettige Schuppen plagen, bei dem steckt oft mehr dahinter als nur die falsche Haarpflege. Meist verursachen hier Pilzinfektionen oder Schuppen­flechte die Schuppen. Betroffene leiden unter Kopfjucken und plagen sich mit roten, nässenden Stellen auf der Kopfhaut. Ein Arztbesuch klärt dann die Erkrankungsursache und bestimmt das richtige Pflegemittel.

    Noch mehr Pflege nach dem Sonnenbad

    Gerade im Sommer braucht Ihr Haar besondere Pflege, denn Haare leiden unter zu viel Sonne. Die UV-Strahlen dringen bis ins Innere der Haare vor, bleichen die Haarpigmente und greifen die Struktur an. Das Haar lässt sich dann schlechter kämmen und wird stumpf.

    Besonders schädlich ist die Kombination von Sonne mit Salz- oder Chlorwasser. Waschen Sie deswegen unbedingt die Haare, wenn Sie in salzigem oder gechlortem Wasser gebadet haben. Benutzen Sie ein Shampoo für strapaziertes Haar. Außerdem gibt es für die Haare – ähnlich wie für die Haut – Pflegeprodukte mit UV-Schutz. Und wer auf Nummer sicher gehen will, setzt einfach einen Sonnenhut auf.

    Tipps für gesundes Haar

    • Verwenden Sie mildes Shampoo: Damit schonen Sie Kopfhaut und Haar auch bei täglicher Wäsche.
    • Waschen Sie Ihr Haar nur lauwarm. Heißes Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit.
    • Nasse Haare sind empfindlicher als trockene. Bürsten Sie Ihre Haare deswegen schon vor der Wäsche und verwenden Sie zusätzlich eine Spülung: Das Kämmen nach dem Waschen fällt dann leichter.
    • Wenn Sie ihr Haar mit Glätteeisen oder Lockenstab stylen wollen, sollten Sie es auf jeden Fall durch ein passendes Produkt vor Hitzeschäden schützen.
    • Nehmen Sie zum Zusammenbinden der Haare weiche Gummis und binden Sie den Pferdeschwanz nicht zu fest: Das beugt Haarbruch vor.

    Von: Sandra Göbel
  • 02.11.2018 um 05:43 Uhr

    Superman hilft schon beim Anschauen

    Beim Anblick von Superhelden sind Männer mit ihrem eigenen Körper zufrieden – auch, wenn sie nicht dem männlichen Idealbild entsprechen. Das Image vom mutigen Retter hat laut einer Befragung einen positiven Effekt auf das Selbstbild.

    Vergleich mit Spiderman & Co.? Kein Problem!

    Beeinflusst das Aussehen von Superhelden das Selbstwertgefühl von Männern? Dieser Frage ging Mona Mylonas von der Hochschule Fresenius in Düsseldorf nach. An der empirischen Studie nahmen 368 Männer im Alter zwischen 18 bis 57 Jahren teil. Sie bewerteten Bilder von verschiedenen Superhelden hinsichtlich ihres Aussehens, der Ähnlichkeit zur eigenen Person und zur Sympathie. Eine Gruppe an Teilnehmern betrachtete Bilder von attraktiven, muskulösen Superhelden, die andere Gruppe erhielt Bilder mit weniger attraktiven und weniger muskulösen Helden.

    „Die Befragung zeigt, dass das Aussehen von Superhelden keinen negativen Einfluss auf das […] Selbstwertgefühl von Männern hat. Vielmehr scheint das Betrachten der Superhelden mit einem […] positiven körperbezogenen Selbstkonzept einherzugehen“, bewertet Mylonas die Ergebnisse.

    Superhelden: Hauptsache sympathisch

    Die Befragten fühlten sich gut, wenn sie Superhelden anschauten, auch wenn sie dem Idealbild nicht entsprachen. „Die Besonderheit des Typus Superheld – ihr Mut, ihre Taten – scheint somit einen höheren Einfluss […] auszuüben als deren Körper“, hebt Mylonas hervor. „Dafür spricht, dass sowohl Superhelden mit vielen Muskeln als auch die weniger muskulösen als ähnlich sympathisch eingeschätzt werden.“

    Quelle: Hochschule Fresenius

    Von: Simone Lang
  • 31.10.2018 um 05:34 Uhr

    Gehirn schrumpft im All

    Ein Aufenthalt im Weltall verändert das Gehirn über einen längeren Zeitraum. Graue und weiße Substanz schrumpften, während das Gehirnwasser (Liquor) mehr Platz einnahm. Rückkehrer von der Internationalen Raumstation berichten über Sehstörungen.

    Zellen schrumpfen, dafür mehr Hirnwasser

    Mediziner der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München untersuchten die kurz- und langfristigen Veränderungen von Langzeitmissionen im All auf das Gehirn von Raumfahrern. Peter zu Eulenburg führte zusammen mit Forschern aus Belgien und Russland in den Jahren 2014 bis 2018 Magnetresonanztomografien (MRT) der Gehirne von 10 russischen Astronauten durch. Die Raumfahrer verbrachten im Mittel 189 Tage auf der Internationalen Raumstation ISS. Vor ihrem Abflug und nach ihrer Rückkehr wurden Computerscans angefertigt, bei 7 Astronauten zusätzlich nach rund weiteren 7 Monaten.

    Auch nach 7 Monaten verzeichneten die Mediziner ein geringeres Volumen der grauen Substanz. Dieser Teil des Großhirns besteht hauptsächlich aus Nervenzellen. Seit der Rückkehr auf die Erde hatte sich dieser Effekt teilweise, aber nicht vollständig zurückgebildet.

    Auch die weiße Substanz, in der sich vor allem Nervenfortsätze befinden, veränderte sich: Die weiße Substanz lag direkt nach der Landung unverändert vor, ein halbes Jahr später war ihr Volumen im Vergleich zu vorangegangenen Messungen geschrumpft. Die mit Liquor gefüllten Räume im Großhirn weiteten sich dagegen aus.

    Sehstörungen und Kopfschmerzen mehrfach belegt

    Welche Auswirkungen diese Veränderungen des Gehirns auf beispielsweise das Denkvermögen von Raumfahrern hat, liegt noch im Dunkeln. Belegt sind bisher Sehstörungen bei Astronauten, die von der ISS zurückkehrten. Forscher vermuten den Grund in einem erhöhten Druck des Liquors auf Netzhaut und Sehnerv. „Wir sind die ersten, die über einen längeren Zeitraum nach der Landung Veränderungen untersuchen konnten", betont zu Eulenburg. Um die Risiken bei Langzeitmissionen zu minimieren, seien zusätzliche und längerfristige Studien notwendig.

    Quelle: Ärztezeitung

    Von: Simone Lang
  • 30.10.2018 um 05:44 Uhr

    Zu müde für Sport?

    Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des Koffeins zurück.

    Kleine Mengen Koffein halten aktiv

    An der Langzeitstudie der Universität Queensland nahmen über 7500 Frauen der Geburtsjahre 1946 bis 1951 teil. Die Teilnehmerinnen dokumentierten ihren durchschnittlichen Tee- und Kaffeekonsum der letzten 12 Monate sowie ihr Sport- und Bewegungsverhalten der letzten Woche.

    „Kaffee- und Teetrinkerinnen fühlen sich seltener müde und haben mehr Energie“, erläutert Studienleiterin Tina Skinner die Studienergebnisse. „Für diejenigen, die eine oder zwei Tassen Kaffee am Tag trinken, ist die Wahrscheinlichkeit 17 Prozent höher, dass sie das empfohlene Level an Bewegung erreichen. Bei denen, die ein bis zwei Tassen Tee am Tag trinken, lag der Wert bei 13 bis 26 Prozent.“ Skinner betont, dass der Koffeinkonsum sportliche Aktivitäten von Frauen im mittleren Alter fördern könne, weil er Müdigkeit und Energielosigkeit verringert. Koffein werde auch damit in Verbindung gebracht, das Risiko für Typ-2-Diabetes, Demenz und einige Krebsarten zu reduzieren.

    Sport wichtig für gesundes Altern

    Skinner hebt die Bedeutung von körperlicher Bewegung in jedem Alter hervor: „Sportliche Aktivität ist wichtig, um gesund alt zu werden. Müdigkeit und Energielosigkeit halten mittelalte bis alte Frauen oft davon ab, das notwendige Pensum zu schaffen. Besonders bei Menschen mittleren Alters sorgt sie für körperliche Funktionalität und Unabhängigkeit.“

    Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

    Von: Simone Lang
  • 29.10.2018 um 05:30 Uhr

    Übergewichtige vererben Sucht

    Fettes Essen während der Schwangerschaft ist nicht nur für werdende Mütter und ihre Embryos ein Gesundheitsrisiko. Die ungesunde Ernährung gefährdet sogar künftige Urenkel – diese kämpfen später häufiger mit Übergewicht und Drogenkonsum.

    Anfälliger für Übergewicht, Alkohol- und Drogenkonsum

    Ein Forscherteam der Hochschule Zürich hat am Tiermodell den Einfluss fettreicher Ernährung auf nachfolgende Generationen untersucht. Dafür erhielten weibliche Mäuse während Paarung, Schwangerschaft und Stillzeit besonders fettreiches Futter. Die männlichen Tiere ernährten sich normal. Die Wissenschaftler testeten bei den Nachkommen Körpergewicht, Energie- und Fettstoffwechsel, Insulin- und Cholesterinwerte. Verhaltensexperimente überprüften zudem, ob die Nachkommen bei freier Wahl bevorzugt fettreiche Nahrung, Alkohol und Amphetamine konsumierten.

    Die Nachkommen der fettreich gefütterten Muttermäuse hatten dabei bis in die 3. Generation unter den Folgen der schlechten Ernährung zu leiden: Noch die Urenkel zeigten eine deutliche Neigung zu Übergewicht, Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörungen.

    Besonders erstaunlich: Auch beim Thema Sucht waren die Mäuse der 3. Generation deutlich anfälliger als normale Mäuse. Sie nahmen häufiger Alkohol und Amphetamine zu sich als ihre Artgenossen.

    Schädigender Umwelteinfluss in DNA gespeichert

    Dass Auswirkungen ungünstiger Umwelteinflüsse – zu denen auch schlechte Ernährung zählt – vererbbar sind, zeigte in den 80er Jahren bereits der englische Forscher David Barker. Die Ursache liegt im Erbgut. Hier werden die schlechten Informationen gespeichert und somit von Generation zu Generation weitergegeben. Im Versuch der Züricher Forschergruppe waren zudem Spermien der männlichen Mäuse sowie Botenstoffe im Gehirn verändert. Auch dies ist eine mögliche Erklärung für das vererbte, erhöhte Bedürfnis nach fettreicher Nahrung und Drogen.

    „Die Ergebnisse aus unserer Mausstudie können sicher nicht eins zu eins auf Menschen übertragen werden“, schränkt Daria Peleg-Raibstein, Mitautorin der Studie, ein. Ob sich die fettreiche Ernährung beim Menschen genauso wie bei den Mäusen auswirkt, wird sich erst in weiteren epidemiologischen Studien zeigen.

    Quelle: Pressemitteilung der ETH Zürich

    Von: Sara Steer
  • 26.10.2018 um 05:34 Uhr

    Zeit für die Umstellung

    Über das Vor- und Zurückstellen der Uhren ärgern sich immer mehr Deutsche. In einer aktuellen Forsa-Umfrage gaben sie gesundheitliche Probleme bei der Zeitumstellung an.

    Nur jeder 6. Deutsche für Zeitumstellung

    Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im September und Oktober zum Thema Zeitumstellung mehr als 3500 Deutsche im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Die Zahl der Befürworter eines Zeitenwechsels sank von 25 Prozent im letzten Jahr auf aktuell 17 Prozent. Gegen eine Umstellung der Zeit waren 80 Prozent (2017: 72 Prozent), davon wollte jeder zweite Deutsche eine dauerhafte Sommerzeit.

    Gesundheitliche Beschwerden beim Zeitwechsel

    Für die permanente Sommerzeit sprachen sich die Befragten hauptsächlich wegen gesundheitlichen Gründen aus: Mehr als drei Viertel leiden nach eigenen Angaben unter Müdigkeit und Schlappheit, fast zwei Drittel führten Schlafprobleme an und vier von zehn Befragten hatten Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Jeder elfte Umfrageteilnehmer gab an, unter depressiven Verstimmungen aufgrund der Zeitumstellung zu leiden. DAK-Vorstandschef Andreas Storm ist überzeugt: „Die Abschaffung der Zeitumstellung ist richtig und wichtig. Zahlreiche Menschen leiden unter dem ständigen Wechsel.“

    Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Die Uhren werden in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Unklar bleibt, wie es in der Europäischen Union (EU) weitergeht: Ab März 2019 sollen noch einmal in der gesamten EU die Uhren nach Sommerzeit ticken. Entscheiden dann die Länder selbst, ob sie im Herbst auf Winterzeit wechseln oder wird es eine EU-weite Zeitzone geben? Die Zeit wird es zeigen.

    Quelle: Ärztezeitung

    Von: Simone Lang
  • 25.10.2018 um 05:44 Uhr

    Nach Krankheit zurück im Beruf

    Für Krebspatienten bedeutet die Rückkehr in den Beruf ein Stück Normalität nach durchgestandener Krankheit. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) informiert über die vielfältigen Möglichkeiten einer beruflichen Wiedereingliederung.

    Stufenweiser Wiedereinstieg: das „Hamburger Modell“

    Nach längerer Krankheit entscheiden sich die meisten Berufstätigen für eine stufenweise Wiedereingliederung an ihrer Arbeitsstelle, auch Hamburger Modell genannt. Hierfür entwickelt der Betroffene zusammen mit seinem Arzt einen Eingliederungsplan. Dieser Plan legt für die nächsten Monate fest, wie viele Stunden der Patient täglich oder wöchentlich arbeitet. Ziel ist es, dass sich die Arbeitszeit kontinuierlich steigert und der Patient nach spätestens 6 Monaten die Arbeitsleistung erreicht, die er vor der Erkrankung besaß. Die Berufstätigen erhalten während dieser Zeit Übergangsgeld, Kranken- oder Arbeitslosengeld.

    Falls der Patient seine bisherige Arbeit nur mit Einschränkungen verrichten kann, reicht es oft aus, den Arbeitsplatz entsprechend anzupassen: Der Wechsel aus einem Großraumbüro zum ruhigen Heimarbeitsplatz bietet einem Patienten mit Erschöpfungszuständen eine sinnvolle Alternative. Und ein höhenverstellbarer Tisch oder ein Bürostuhl mit Armlehnen erleichtert Frauen nach Brustkrebsoperation die Rückkehr in die Arbeitswelt. Falls der Patient schwerbehindert ist, besteht zusätzlich Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz.

    Kostenlose Beratung vom Krebsinformationsdienst

    „Viele […] Patienten kennen die Bandbreite ihrer Möglichkeiten nicht. Wir empfehlen daher, sich bei der deutschen Rentenversicherung und den Integrationsämtern vor Ort zu informieren. Ansprechpartner und Adressen nennen wir Ratsuchenden gerne“, bietet Carmen Flecks, Juristin beim Krebsinformationsdienst, an.

    Unter der Telefonnummer 0800-420 30 40 sowie der E-Mail-Adresse krebsinformationsdienst@dkfz.de informieren Experten kostenfrei rund um das Thema Krebs und Wiedereingliederung.

    Quelle: Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

    Von: Simone Lang
  • 24.10.2018 um 05:44 Uhr

    Körper schläft sich gesund

    Ausreichend Schlaf tut nicht nur der Seele gut, sondern ist auch wichtig im Kampf gegen oxidativen Stress. New Yorker Forscher zeigten in Experimenten, dass verkürzter Schlaf die Menge an freien Radikalen im Körper erhöht.

    Fliegen müssen auch schlafen

    Die Wissenschaftler um Mimi Shirasu-Hiza von der Columbia Universität gingen der Frage nach, in welchem Zusammenhang Schlafdauer und die Menge an reaktiven Sauerstoffverbindungen (kurz: freie Radikale) stehen, die während der normalen Vorgänge im Körper entstehen. Die Forscher setzten bei ihren Untersuchungen Taufliegen ein, die aufgrund von Mutationen verkürzte Schlafphasen besaßen. Diese Fliegen zeigten sich anfälliger gegenüber reaktiven Sauerstoffverbindungen wie zum Beispiel Wasserstoffperoxid, verglichen mit normalen Fliegen. Die Menge dieser aggressiven Verbindungen war bei den Mutanten höher als bei ihren nichtmutierten Artgenossen. Verringerten die Forscher den Gehalt freier Radikale im Gehirn normaler Fliegen, schliefen die Fliegen eine kürzere Zeit. Umgekehrt erhöhte eine künstlich herbeigeführte verlängerte Schlafperiode die Widerstandskraft gegenüber freien Radikalen.

    Zusammenhang mit Erkrankungen des Gehirns angenommen

    Die Forscher vermuten einen wechselseitigen Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und dem oxidativen Stress, dem ein Lebewesen unterliegt. „In den USA schläft ein Drittel der Erwachsenen weniger als die empfohlenen sieben Stunden“, schreiben die Studienautoren. Sie nehmen an, dass chronischer Schlafmangel beim Menschen den Spiegel an freien Radikalen im Gehirn und im übrigen Körper erhöht und neurodegenerative Erkrankungen, Herz- und Gefäßkrankheiten, Entzündungen und psychischen Störungen begünstigt.

    Quelle: Wissenschaft aktuell

    Von: Simone Lang
  • 23.10.2018 um 05:34 Uhr

    Gemeinsam lachen macht glücklich

    Ähneln sich die Partner in ihrem Umgang mit dem Lachen, sind sie in einer Liebesbeziehung eher zufrieden. Menschen, die Angst haben, von anderen ausgelacht zu werden, sind in ihrer Beziehung weniger glücklich.

    Mit der Bedeutung des Lachens in Beziehungen beschäftigten sich Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mitautor Prof. René Proyer erklärt: „Frühere Studien haben gezeigt, dass viele Menschen bei der Partnerwahl großen Wert darauflegen, dass ihr Partner […] einen Sinn für Humor hat und gerne lacht.“

    Lachen über sich und andere

    Wie Menschen darauf reagieren, wenn andere über sie lachen, ist unterschiedlich. Manche verspüren Angst, andere dagegen genießen es, im Mittelpunkt zu stehen und provozieren laut Proyer bewusst Situationen, in denen über sie gelacht wird. Ein weiterer Wesenszug besteht darin, Freude zu empfinden, wenn man Scherze auf Kosten anderer macht. „Diese […] Eigenschaften sind Persönlichkeitsmerkmale, die in verschiedenen Ausprägungen und Kombinationen vorkommen können. Das kann zum Beispiel von kleinen Witzen bis hin zum Spott über andere reichen. Alle Eigenschaften sind bis zu einem gewissen Grad normal […]“, führt Proyer aus.

    Für die aktuelle Studie befragten die Psychologen 154 Paare via Internet. Getrennt voneinander beantworteten die Teilnehmer, wie glücklich sie in ihrer Beziehung sind, wie häufig sie sich streiten und wie zufrieden die Befragten mit ihrem Sexualleben sind. Zusätzlich werteten die Forscher aus, wie die Teilnehmer damit umgehen, wenn andere über sie lachen oder ob sie selbst gerne andere auslachen.

    Lachen wirkt auf Zufriedenheit und Sex

    „Es zeigte sich, dass sich die Partner häufig hinsichtlich ihrer […] Eigenschaften und […] Profile ähneln“, fasst Erstautor Kay Breuer zusammen. In diesem Fall waren die Paare im Durchschnitt zufriedener als andere. Bei Menschen, die das Lachen über die eigene Person genießen, zeigten sich positive Effekte: „Frauen berichteten häufiger, mit ihrer Beziehung eher zufrieden zu sein und sich stärker von ihrem Partner angezogen zu fühlen. Für sie und ihre Partner galt zudem, dass beide mit ihrem Sexleben eher zufrieden waren“, resümiert Breuer. Für Menschen mit Angst vor dem Ausgelachtwerden berichten die Forscher von einer größeren Unzufriedenheit in der Beziehung und Misstrauen ihrem Partner gegenüber.

    Spott schadet der Beziehung

    Teilnehmer, die gerne über andere spotten, streiten häufiger mit ihrem Partner. „Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass diese Menschen gerne einmal über die Stränge schlagen und spöttische Kommentare äußern, die dann zu einem Streit führen können“, folgert Brauer. Die Bedeutung ihrer Ergebnisse sehen die Wissenschaftler vor allem in neuen Strategien der Paarberatung.

    Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Von: Simone Lang

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